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Bist du ein Nobody oder ein Instagram-Star?

Bist du ein Nobody oder ein Instagram-Star?

„Ich bin Instagram-Star“ , „Ich hab über 5.800 Freunde bei Facebook und poste regelmäßig Videos die über 100.000 Leute gucken“, „Also auf allen Social Media Plattformen zusammen habe ich fast 400.000 Abonnenten“. Zahlen. Zahlen die täglich unser Leben dominieren, uns beeinflussen und unsere Meinung über wildfremde Menschen bilden. Hast du Follower, bist du etwas. Hast du weniger Follower, wirst du schnell zur Seite geschubst und für „weniger wichtig“ beachtet. So ist das im 21. Jahrhundert und im Jahre 2016. Ich merke das ganz besonders, als Blogger & Social Media Manager bei einer PR-Agentur und ertappe mich immer wieder selber damit, wie ich Menschen nach ihren Followern beurteilen. Wir bekommen täglich mehrere Anfragen von Bloggern, die mit Kunden zusammen arbeiten wollen, die wir betreuen und natürlich muss man da selektieren. Immer öfter fällt da auch bei mir der Satz: „Die wird es leider nicht, die hat zu wenige Follower“.

Und immer mehr dieser Menschen, die diese tausenden von Followern haben, tausenden von Menschen, die sie nicht kennen, definieren sich über diese. Ich will keine Namen nennen oder auf jemanden zeigen, doch immer öfters habe ich gemerkt, wie Blogger oder YouTuber die vor paar Monaten viel weniger Follower hatten, noch ziemlich bodenständig, freundlich und zugänglich waren. Durch einen Schub oder Hype um die eigene Person stiegen die Follower in die Höhe und somit auch die Attitüde. Man wird nicht mehr begrüßt, man wird belächelt oder man ist einfach zu cool für diejenigen mit den wenigen Followern. Ist das nicht voll bescheuert und oberfächlich? Wie oft sitze ich am PC, bin unterwegs auf Veranstaltungen oder bei meinen eigenen #InfluencerGetTogether und denke mir: „Gehts noch?“

Doch so ist es. Im Jahre 2016 definieren wir Menschen über ihre Follower und finden Menschen besser und wichtiger für das eigene Image, die 20.000 mehr Follower haben. Aber vielleicht haben die mit den 5.000 oder 3.000 Follower viel mehr Charakter, stecken viel mehr Zeit und Arbeit in ihre Arbeit und brauchen einfach die Chance. Und wieso – an erster Stelle eigentlich – entscheiden wir nach diesen Zahlen? Ist es nicht einfach SCHEISS EGAL, wie viele Follower man hat, sondern wie die Person ist: nett, freundlich, zugänglich, hilfsbereit und einfach cool? Ich vermisse die Zeiten wo wir uns nicht erst einmal das Instagram Profil angeguckt haben, sondern die Person selber.

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